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Apparaturen zeichnen

C-Design

C-Design ist eigentlich ein längst veraltetes Programm zum Zeichnen von chemischen Formeln. Als solches hat es nie große Verbreitung gefunden, aber es wird eine Bibliothek mit 500 (!) Laborgeräten mitgeliefert, mit denen man nicht nur Zeichnungen von einfachen Schulversuchsaufbauten mit Bunsenbrenner, Becherglas und Trichtern mit Faltenfiltern sondern auch "richtige" Schliffapparaturen "zusammensetzen" kann. Eine Einrastfunktion bewirkt, dass z.B. Schliffgeräte immer passgenau zusammengefügt werden, auch wenn die Einzelteile mit der Maus nur "so ungefähr richtig" plaziert wurden.

Zwar ist die Bedienung nicht immer intuitiv (insbesondere, wenn Schliffapparaturteile zum Zusammengefügen erst gedreht werden müssen) und auch das Markieren von Objekten war zum Zeitpunkt der Erstellung der Software halt noch sehr umständlich, aber dafür sind die Ergebnisse von vorzüglicher Qualität. Wer trotzdem mit dem Resultat noch nicht ganz zufrieden ist, kann es in ein Zeichenprogramm einfügen und dort weiterbearbeiten. Natürlich lässt sich das Ergebnis mit modernen Textprogrammen z.B. in Versuchsanleitungen integrieren.

Seitdem der Verkauf vor Jahren eingestellt worden ist, ist das Programm als Freeware frei herunterladbar und es hat offenbar eine Fangemeinde, die das Programm bislang auch für neue Betriebssysteme lauffähig hält.

Wenn Ihnen die Bedienung von C-Design zu vorsintflutlich ist, können Sie alternativ auch das Programm ChemSketch nutzen, in das die C-Design-Laborgerätebibliothek integriert werden kann. Die Nutzung ist mit ChemSketch zwar zeitgemäßer, aber es gibt entscheidende Nachteile:

  • Da es die Einrastfunktion nicht gibt, müssen die Geräte freihändig passgenau zusammenfügen werden, was bei Schliffgeräten eine fummelige Angelegenheit ist.
  • Das "Blatt", auf dem die Strukturen erzeugt werden, ist recht klein und vor allem ein langes Thermometer ist dann schnell "im Nirvana" verschwunden und kann nicht zurückgeholt werden. In C-Design landet hingegen ein eingefügtes Objekt grundsätzlich im Zentrum eines virtuell viel größeren Blattes, weshalb es nicht vorkommt, dass man an einem Rand oder sogar darüber hinaus zeichnet.

Tipp:
Der Nachteil bei C-Design, dass man in der Vorauswahl nicht sieht, welche Geräte sich in den einzelnen Dateien verbergen, kann man recht gut dadurch heilen, dass man sich das mitgelieferte Manual (LaboBibManual.pdf) ausdruckt oder eine Verknüpfung der Datei auf dem Desktop ablegt. Das Manual enthält nämlich Bilder aller Dateien mit allen vorhandenen Geräten, so dass man schnell feststellen kann, in welcher Datei sich das gesuchte Gerät befindet.