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Landesverband

Die hier gegebenen Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Sie sind hoffentlich eine Hilfe, müssen aber dennoch leider ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit bleiben. Sie entbinden insbesondere nicht von der eigenverantwortlicher Recherche und Entscheidung hinsichtlich zu treffender Maßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen. Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Schliffe richtig fetten

Fetten Sie Schliffe bedarfsweise und sparsam! Schlifffett muss sein,

  • wenn Sie Vakuum anlegen wollen (ungefettete Schliffe sind nicht ganz gasdicht),
  • wenn Sie befürchten müssen, dass Chemikalien in die Schliffverbindung eintreten und die Verbindung verkleben,
  • wenn Sie es mit stark alkalischen Reaktionsinhalten zu tun haben, die Glas angreifen und die Schliffverbindung so ebenfalls verbacken können und
  • wenn eine Schliffverbindung leicht beweglich bleiben soll (z.B. Glasküken in einem Hahn).

Verwenden Sie eher kein Schlifffett,

  • wenn Sie es mit reinen Substanzen zu tun haben, die nicht durch Schlifffett verunreinigt werden sollen, z.B. wenn Sie Lösemittel destillieren.

Wenn Sie nicht fetten wollen, aber ein Verbacken der Schliffe befürchten, kann man dies auch mit Teflonmanschetten verhindern.

Wenn Schliffe gefettet werden, dann sparsam und so, dass das Schlifffett möglichst nicht in die Apparatur hineingelangen kann. Gefettet wird deshalb nur eine Hälfte des Schliffs. Meist breitet sich das Fett dann beim Betrieb sowieso weiter im Schliff aus.

Schliffe fetten

Eine gefettete Schliffverbindung erkennen Sie daran, dass sie durchscheinend ist. Billiges Exsikkatorfett taugt wenig als Schlifffett für die Kegelschliffe von Apparaturen, insbesondere wird es bei Erwärmen viel zu weich.