mnu-bb
Landesverband

Die hier gegebenen Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Sie sind hoffentlich eine Hilfe, müssen aber dennoch leider ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit bleiben. Sie entbinden insbesondere nicht von der eigenverantwortlicher Recherche und Entscheidung hinsichtlich zu treffender Maßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen. Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Beschriftung stehengelassener Mischungen

Wenn in einer Mehrbenutzerumgebung z.B. ein ungekennzeichneter Versuchsansatz noch stehen bleibt, z.B. weil man meint, ihn noch brauchen zu können, passiert es schnell, dass er in Vergessenheit gerät und sich keiner mehr dafür verantwortlich fühlt. In einer schlampigen Arbeitsumgebung können sich so schnell Dreckecken entwickeln, wo alles siffige Zeug abgestellt und sich selbst überlassen wird.

Die TRGS 201 verlangt, dass auch Reaktionsansätze oder sonstige stehengelassene Mischungen gekennzeichnet werden. Die Gefährdungsbeurteilung des Sachverhalts kann kein anderes Resultat ergeben als dass folgende Informationen wichtig sind:

  • Wer ist für den Inhalt verantwortlich?
  • Wann wurde der Inhalt erzeugt?
  • Woraus besteht der Inhalt?
  • Welche Gefährdungen hat die Mischung? (Wenn es sich z.B. eine Lösung in einem organischen Lösemittel handelt, wird man davon ausgehen können, dass die durch das Lösemittel bedingten Gefährdungen noch bestehen.)
  • In welchem Kontext wurde die Mischung hergestellt?

Nachfolgend ein Vorschlag für ein Etikett, auf dem die notwendigen Angaben schnell vermerkt werden können:

Apparaturzettel

Zur Kennzeichnung kann man z.B. das Gefäß mit der entsprechenden Mischung in ein Becherglas stellen und das Formular mit in das Becherglas hineinstellen:

Becherglas

Statt eines Rundkolbens könnte man so z.B. auch Reagenzgläser in das Becherglas geben. Das Becherglas muss so bemessen sein, dass eine ausreichende Standfestigkeit gegeben ist.

Download für Formular (WORD)

Wer dem Vorschlag folgen will, muss das Etikett selbst bevorraten, d.h. kopieren und passend zuschneiden.