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Landesverband

Die hier gegebenen Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Sie sind hoffentlich eine Hilfe, müssen aber dennoch leider ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit bleiben. Sie entbinden insbesondere nicht von der eigenverantwortlicher Recherche und Entscheidung hinsichtlich zu treffender Maßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen. Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Zurücksteigen verhindern

Was ist das Problem?

Vermutlich ist Ihnen der Springbrunnenversuch mit Chlorwasserstoffgas geläufig. Dabei steigt Wasser durch ein Rohr in einen mit Chlorwasserstoffgas gefüllten Rundkolben.

Stellen Sie sich vor, dass statt des Rundkolbens eine Chlorwasserstoffdruckgasflasche verwendet worden wäre. Es ist völlig klar, dass unter diesen Umständen auf gar keinen Fall etwas in die Druckgasflasche zurücksteigen darf und also entsprechende Vorkehrungen zu treffen sind, um das zu verhindern.

Wann tritt das Problem auf?

Das Problem tritt vor allem dann auf, wenn sich Gase in einer Flüssigkeit lösen oder in der Lösung abreagieren, so dass sie aus der Gasphase "verschwinden". Das betrifft also vor allem reaktive Gase. Zwar darf an der Schule kein Salzsäuredruckgas verwendet werden, wohl aber Kohlen(stoff)dioxid. "Nach Plan" wird bei einem geplanten Lösen eines Gases in einer Flüssigkeit das Gas in die Lösung eingeleitet. Strömt dann aber nicht genug Gas nach, dann gilt: "Wenn Mohammed nicht zu den Bergen kommt, kommen die Berge eben zu Mohammed." - Die Flüssigkeit steigt zurück.

Schutzmaßnahmen

Bauen Sie eine Flüssigkeitsfalle ein! Möglich ist zum Beispiel eine Woulffsche Flasche:

Woulffsche Flasche

oder eine Gaswaschflasche (beachten Sie die "Polung"!)

Woulffsche Flasche

Wenn Sie Gase vor dem Einleiten in Ihre Apparatur waschen wollen, muss zwei Mal geschützt werden:

Woulffsche Flasche