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Landesverband

Die hier gegebenen Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Sie sind hoffentlich eine Hilfe, müssen aber dennoch leider ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit bleiben. Sie entbinden insbesondere nicht von der eigenverantwortlicher Recherche und Entscheidung hinsichtlich zu treffender Maßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen. Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Gase aus Druckgasflaschen entnehmen

Druckminderer

Ausgangszustand herstellen

Eine bereits mit einem angeschlossenen Druckminderer verfügbare Druckgasflasche sollten Sie in einem Zustand vorfinden, bei dem alle Ventile geschlossen sind und die Manometer wie in der Abbildung den Wert "0" anzeigen.

Der auf dem Bild dargestellte Zustand beweist, dass das Flaschenventil (a) ("Hauptventil") geschlossen ist. (Theoretisch könnte allerdings auch die Druckgasflasche komplett leer sein.) Über den Zustand der beiden anderen Ventile haben Sie aber keinerlei Information! Prüfen Sie also durch Betätigen, ob diese Ventile ebenfalls geschlossen sind.

Zeigt eines - oder beide Ventile einen Druck an, lassen Sie den Restdruck wie folgt ab:

  • Sorgen Sie dafür dass das Flaschenventil (a) geschlossen ist und öffnen Sie die Ventile (b) und (c).
  • Wenn beide Manometer "0" anzeigen, schließen Sie die Ventile (b) und (c) wieder.
  • Finden Sie den Verursacher des vorgefundenen Zustands heraus und weisen Sie diese Person darauf hin, dass Druckgasflaschen sich in diesem Zustand nicht selbst überlassen bleiben dürfen.

Jetzt ist die Druckgasflasche einsatzbereit.

Druckgasflasche in Betrieb nehmen

  • Drehen Sie das Druckgasflaschenventil ("Hauptventil") (a) langsam (!) und vollständig (!) auf!
  • Das linke Manomer (Abbildung) sollte jetzt den Flascheninnendruck anzeigen.
  • Stellen Sie mit dem Druckminderventil (b) einen Arbeitsdruck (rechtes Manometer) ein, der nur so hoch ist, wie das für Ihr Vorhaben notwendig ist. Bedenken Sie, dass bei einstufigen Druckminderern Arbeitsdrücke einstellbar sind, die für den schulischen Bedarf eher viel zu hoch sind. Hebt der Zeiger des rechten Manometers gerade ab, liegt schon ein Arbeitsdruck von ungefähr einem halben Bar vor. Ein solcher Druck bricht allerdings rasch zusammen, wenn Sie Gas entnehmen, weshalb Sie "ein kleines bisschen mehr" Druck als notwendig einstellen sollten.
  • Mit dem Entnahmeventil (c) können Sie jetzt Gas entnehmen. Da dieses Ventil ein Nadelventil ist, können Sie damit die Durchflussmenge regulieren.

Zusammenfassung

  • Mit dem Hauptventil (a) schalten Sie "auf" oder "zu".
  • Mit dem Druckminderventil (b) regeln Sie den Druck des entnommenen Gases.
  • Mit dem Entnahmeventil (c) regeln Sie die Menge des entnommenen Gases.

Temporärer Stopp der Gasentnahme

Schließen Sie das Entnahmeventil (c)! Zum Schließen drehen Sie nicht mit Gewalt über den Punkt hinaus, an dem das Ventil schon geschlossen ist!

Engültiges Beenden der Gasentnahme

Die aktuelle Situation dürfte dann zunächst sein:

  • Das Druckgasflaschenventil (a) ist auf.
  • Das Druckminderventil (b) ist auf.
  • Das Entnahmeventil (c) ist geschlossen.
  • Beide Manometer zeigen einen Druck an.

Gehen Sie wie folgt vor:

  • Schließen Sie das Druckgasflaschenventil (a) vollständig.
  • Öffnen Sie das Entnahmeventil (c), bis alles Restgas entwichen ist und beide Manometer den Druck "0" anzeigen.
  • Schließen Sie das Druckminderventil (b) und das Entnahmeventil (c)

Sollte sich am linken Manometer wieder ein Druck aufbauen, haben Sie das Druckgasflaschenventil (a) nicht richtig geschlossen. Es ist kein Mangel, wenn sich dieses Ventil nicht ganz so leicht wie ein Wasserhahn schließen lässt, aber es muss möglich sein, es ohne Werkzeug wieder dicht zu verschließen.