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Landesverband

Die hier gegebenen Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Sie sind hoffentlich eine Hilfe, müssen aber dennoch leider ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit bleiben. Sie entbinden insbesondere nicht von der eigenverantwortlicher Recherche und Entscheidung hinsichtlich zu treffender Maßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen. Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Wassergefährdungsklasse

Definition

Wassergefährdungsklassen werden aus folgenden Parametern ermittelt:

  • Die Toxizitätseigenschaften des ermittelten (und also auf dem Etikett vermerkten) Gefahrenpotentials,
  • die Bioakkumulierbarkeit, also ob sich der Stoff in der Nahrungskette anreichert und
  • die Biopersistenz, also wie lange es dauert, bis der Stoff in der Natur abgebaut worden ist.

Die hier stark vereinfacht genannten Kriterien sind in Wirklichkeit nach einem komplizierten Punkteschema zu verknüpfen. Abhängig von der Punktsumme ergibt sich dann die Wassergefährdungsklasse. Es gibt folgende Wassergefährdungsklassen:

  • WGK 1 = schwach wassergefährdend,
  • WGK 2 = wassergefährdend,
  • WGK 3 = stark wassergefährdend

Die frühere WGK 0 ("im allgemeinen nicht wassergefährdend") ist schon lange, nämlich seit 1996 weggefallen.

Die Wassergefährdungsklasse eines Stoffes ist leicht, z.B. aus dem Sicherheitsdatenblatt, der GESTIS-Datenbank sowie sehr leicht aus schulischen Gefahrstoffverwaltungsprogrammen zu ermitteln.

Von den Wassergefährdungsklassen hängen in erster Linie Auflagen für Anlagenbetreiber ab, die eine unbeabsichtigte Freisetzung verhindern sollen. Immer wieder geht es dabei um Auffangbehältnisse. Sie wissen vielleicht, dass ein Heizöltank doppelwandig sein muss, wenn er in der Erde verbaut ist. Befindet er sich hingegen im Keller, muss der entsprechende Kellerraum als Wanne ausgebildet sein, die den gesamten Tankinhalt aufnehmen kann. Das soll im Falle einer Havarie die Freisetzung des Heizöls in die Umwelt verhindern. Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie z.B. die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen durcharbeiten.

Bedeutung für die Schule

Aufgrund der RiSU ist für Schulen die Wassergefährdungsklasse in anderer Weise maßgeblich:

  • Chemikalienabfälle der Wassergefährdungsklassen 2 und 3 sind in der Regel als Sonderabfall zu entsorgen.

Gemäß der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen Anhang 1, Ziff. 2.2 müssen darüber hinaus Stoffe der Wassergefährdungsklasse 3 in einer Auffangwanne aufbewahrt, die betreffenden Chemikaliengebinde also z.B. in eine Plastikschale gestellt werden, die im Falle des Bruchs eines der dort eingestellten Gebinde den gesamten Inhalt aufnehmen kann.