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Landesverband

Abfälle sind nie in genau reproduzierbarer Weise zusammengsetzt. Ihre Chemikalienabfälle sind in Ihrem Wirkungsbereich entstanden, weshalb sie deren Beschaffenheit am besten kennen und beurteilen können sollten. Die hier gegebenen Hinweise sind zwar nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, aber es bleibt in Ihrer Verantwortung zu beurteilen, ob diese Hinweise in Ihrem konkreten Fall sinnvoll und gefahrlos anwendbar sind. Bestehende Entsorgungsregelungen, die Sie mit Entsorgungsbetrieben oder Ihrer Schulverwaltung getroffen haben, haben im Konfliktfall vorrang vor den hier gegebenen Hinweisen! Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Wir stellen Ihnen hier einige Abfallarten exemplarisch vor und wollen damit Wege aufzeichnen, wie Abfälle korrekt entsorgt werden können. Ob es sinnvoll ist, die nachfolgend beschriebene Abfallart an Ihrer Einrichtung zu bewirtschaften, müssen Sie an Hand Ihres Abfallaufkommens selbst entscheiden.

Bitte beachten Sie die Liste von Chemikalien, die an der Schule nicht (mehr) verwendet werden dürfen!

Feste organische Abfälle

Nach dem Kategorisierungssystem der RiSU handelt es sich um die Abfallkategorie "B2". Entsprechende Abfälle sind in einem gesonderten Gefäß zu sammeln und gemäß der RiSU-Vorgaben (III 2.6.1) zu beschriften.

  • Halten Sie sich an Vorgaben Ihres Entsorgers!
  • Schließen Sie aus, dass Feststoffe zusammengegeben werden, die miteinander reagieren können! Da das reaktionsvermittelnde Lösemittel fehlt, können solche Mischungen mit heimtückischer Verzögerung zu Zündungen führen!
  • Klären Sie mit Ihrem Entsorger, ob - und wenn ja: In welcher Menge organische Feststoffe auch in den Abfall für flüssige organische Stoffe gegeben werden können. Heimtückische Reaktionsverzögerungen sind hier weniger wahrscheinlich oder wenigstens von geringerer Dauer. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Reaktionen möglich sind, so entsorgen Sie nur kleine Mengen auf ein Mal und verteilen Sie die Entsorgung auf mehrere Tage!