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Landesverband

Abfälle sind nie in genau reproduzierbarer Weise zusammengsetzt. Ihre Chemikalienabfälle sind in Ihrem Wirkungsbereich entstanden, weshalb sie deren Beschaffenheit am besten kennen und beurteilen können sollten. Die hier gegebenen Hinweise sind zwar nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, aber es bleibt in Ihrer Verantwortung zu beurteilen, ob diese Hinweise in Ihrem konkreten Fall sinnvoll und gefahrlos anwendbar sind. Bestehende Entsorgungsregelungen, die Sie mit Entsorgungsbetrieben oder Ihrer Schulverwaltung getroffen haben, haben im Konfliktfall vorrang vor den hier gegebenen Hinweisen! Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Wir stellen Ihnen hier einige Abfallarten exemplarisch vor und wollen damit Wege aufzeichnen, wie Abfälle korrekt entsorgt werden können. Ob es sinnvoll ist, die nachfolgend beschriebene Abfallart an Ihrer Einrichtung zu bewirtschaften, müssen Sie an Hand Ihres Abfallaufkommens selbst entscheiden.

Bitte beachten Sie die Liste von Chemikalien, die an der Schule nicht (mehr) verwendet werden dürfen!

Spritzen, Kanülen

Weiterverwendung

Plastikspritzen und Kanülen sind bekanntlich medizinische Einwegartikel, weil deren wiederholte Verwendung durch Keimübertragungen zur Verbreitung von Krankheiten führen würde. Beim chemischen Experimentieren gibt es kein Risiko einer Krankheitsübertragung, weshalb die Spritzen auch mehrfach verwendet werden können.

Entsorgung von Plastikspritzen

Plastispritzen können, wenn sie sauber sind, in den Hausmüll entsorgt werden. Sind sie mit Chemikalien kontaminiert, gehören sie in den Betriebsmittelabfall.

Entsorgung von Kanülen

Kanülen können wegen der Verletzungsgefahr weder in den Hausmüll noch in den Betriebsmittelabfall ohne weiteres entsorgt werden. Sie sind in durchstichfesten Behätern zu sammeln. In Kliniken werden dazu Kanülenabwurfbehälter verwendet. Nehmen Sie hilfsweise eine ausgediente Chemikalienflasche aus Kunststoff!

Tipp:
Wenn Sie in den Deckel ein 8-mm-Loch bohren, können Sie dort die gebrauchten Kanülen hindurchstecken, ohne den Behälter jedes Mal öffnen zu müssen. Sie haben sich damit sozusagen einen Kanülenabwurfbehälter selbst gebaut. Ist der Behälter voll, tauschen Sie den Deckel gegen einen nicht durchbohrten Deckel und entsorgen die gefüllte Flasche. Den durchbohrten Deckel verwenden Sie für die nächste Sammelflasche.