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Landesverband

Abfälle sind nie in genau reproduzierbarer Weise zusammengsetzt. Ihre Chemikalienabfälle sind in Ihrem Wirkungsbereich entstanden, weshalb sie deren Beschaffenheit am besten kennen und beurteilen können sollten. Die hier gegebenen Hinweise sind zwar nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, aber es bleibt in Ihrer Verantwortung zu beurteilen, ob diese Hinweise in Ihrem konkreten Fall sinnvoll und gefahrlos anwendbar sind. Bestehende Entsorgungsregelungen, die Sie mit Entsorgungsbetrieben oder Ihrer Schulverwaltung getroffen haben, haben im Konfliktfall vorrang vor den hier gegebenen Hinweisen! Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Wir stellen Ihnen hier einige Abfallarten exemplarisch vor und wollen damit Wege aufzeichnen, wie Abfälle korrekt entsorgt werden können. Ob es sinnvoll ist, die nachfolgend beschriebene Abfallart an Ihrer Einrichtung zu bewirtschaften, müssen Sie an Hand Ihres Abfallaufkommens selbst entscheiden.

Bitte beachten Sie die Liste von Chemikalien, die an der Schule nicht (mehr) verwendet werden dürfen!

Organisation der Entsorgung von Chemikalien an Schulen

Es gibt im Raum Berlin/Brandenburg keine einheitlichen Entsorgungsstrukturen. Die Dinge sind vielmehr bedauerlicherweise sehr kleinräumig individuell geregelt - und man wird vermuten dürfen, dass dies im Ergebnis dann auch mit einer kleinräumig individuell unterschiedlichen Effizienz erfolgt.

Nun können Sie sich die Dinge leider nicht aussuchen, sondern müssen mit dem vorhandenen Angebot leben. Ihr erster Ansprechpartner ist formal Ihr Schulrektorat. Kann man Ihnen dort nicht weiterhelfen, wenden Sie sich an das zuständige Schulamt. Es scheint so, als wären die Entsorgungsmodalitäten oft nicht eben einfach. Sogar von einem Verzicht auf das Experimentieren ist zuweilen die Rede, weil nicht klar ist, wie mit den Reaktionsabfällen umgegangen werden soll.

Dies hinzunehmen wäre ein schwerer Schaden für den Chemieunterricht!

Bitte melden Sie uns Ihre Schwierigkeiten bei der Chemikalienentsorgung!

  • Es kann nicht sein, dass Abfälle an der Schule gestapelt oder zum "sich-selbst-verflüchtigen" offen stehengelassen werden.
  • Es kann nicht sein, dass eine unklare Entsorgungssituation die Bereitschaft zum Experimentieren beeinträchtigt.
  • Wer in der Not schulische Chemikalienabfälle im privaten PKW zur nächsten Sondermüllannahmestelle der Stadtreinigungsbetriebe bringt, handelt zwar dahingehend verantwortungsvoll, dass der Abfall so sachgerecht - und im übrigen ja auch kostenfrei - entsorgt wird. Der Transport von Gefahrstoffen in PKWs ist aber problematisch und es kann nicht sein, dass eine schulische Entsorgungsproblematik nur durch Privatinitiativen lösbar ist.