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Landesverband

Abfälle sind nie in genau reproduzierbarer Weise zusammengsetzt. Ihre Chemikalienabfälle sind in Ihrem Wirkungsbereich entstanden, weshalb sie deren Beschaffenheit am besten kennen und beurteilen können sollten. Die hier gegebenen Hinweise sind zwar nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, aber es bleibt in Ihrer Verantwortung zu beurteilen, ob diese Hinweise in Ihrem konkreten Fall sinnvoll und gefahrlos anwendbar sind. Bestehende Entsorgungsregelungen, die Sie mit Entsorgungsbetrieben oder Ihrer Schulverwaltung getroffen haben, haben im Konfliktfall vorrang vor den hier gegebenen Hinweisen! Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Wir stellen Ihnen hier einige Abfallarten exemplarisch vor und wollen damit Wege aufzeichnen, wie Abfälle korrekt entsorgt werden können. Ob es sinnvoll ist, die nachfolgend beschriebene Abfallart an Ihrer Einrichtung zu bewirtschaften, müssen Sie an Hand Ihres Abfallaufkommens selbst entscheiden.

Bitte beachten Sie die Liste von Chemikalien, die an der Schule nicht (mehr) verwendet werden dürfen!

Flüssige anorganische saure und basische Abfälle

Nach dem Kategorisierungssystem der RiSU handelt es sich um die Abfallkategorie "B1", bei der Sie kleine Mengen ("Reagenzglas") unmittelbar, größere Mengen nach Neutralisation ins Abwasser geben dürfen.

Die Definition ist etwas lapidar, weil sie beachten müssen, dass gemäß RiSU Stoffe der Wassergefährdungsklassen 2 und 3 als Sonderabfall zu sammeln sind und die Entsorgung ins Abwasser nur für solche Stoffe in Frage kommt, die entweder nicht wassergefährdend sind oder die in die Wassergefährdungsklasse 1 eingruppiert sind.

Wägen Sie ab, ob größere Mengen, z.B. ein als "verdorben" festgestellter Gebindeinhalt besser als Einzelchemikalie zu entsorgen ist. Überlegen Sie ferner, ob eine als "verdorben" festgestellte Chemikalie nicht doch noch für einen bestimmten Zweck taugt, zum Beispiel zur Neutralisation anderer Abfälle.