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Landesverband

Abfälle sind nie in genau reproduzierbarer Weise zusammengsetzt. Ihre Chemikalienabfälle sind in Ihrem Wirkungsbereich entstanden, weshalb sie deren Beschaffenheit am besten kennen und beurteilen können sollten. Die hier gegebenen Hinweise sind zwar nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, aber es bleibt in Ihrer Verantwortung zu beurteilen, ob diese Hinweise in Ihrem konkreten Fall sinnvoll und gefahrlos anwendbar sind. Bestehende Entsorgungsregelungen, die Sie mit Entsorgungsbetrieben oder Ihrer Schulverwaltung getroffen haben, haben im Konfliktfall vorrang vor den hier gegebenen Hinweisen! Hinweise, Rückmeldungen und Fragen sind willkommen.

Wir stellen Ihnen hier einige Abfallarten exemplarisch vor und wollen damit Wege aufzeichnen, wie Abfälle korrekt entsorgt werden können. Ob es sinnvoll ist, die nachfolgend beschriebene Abfallart an Ihrer Einrichtung zu bewirtschaften, müssen Sie an Hand Ihres Abfallaufkommens selbst entscheiden.

Bitte beachten Sie die Liste von Chemikalien, die an der Schule nicht (mehr) verwendet werden dürfen!

Entsorgung von Natriumnitrit

Natriumnitrit ist hygroskopisch und kann deshalb bei längerer Lagerung zu recht harten Brocken verklumpen. Die Substanz ist dadurch nicht verdorben aber natürlich kaum noch dosierbar.

Diese Brocken können mit einem großen Mörser gut zerstoßen und das nach jedem Durchgang Brauchbare ausgesiebt werden. Um 1 kg wieder rieselfähig zu machen, reichen 15 Minuten, wobei der Schlüssel zum Erfolg das Sieben ist. Sehr geeignet ist dazu ein einfaches halbrundes Haushaltsdrahtsieb. Feuchtigkeit kann im Vakuum bei ca. 170 °C ausgeheizt werden.

Die Substanz ist in die Wassergefährdungsklasse 3 eingestuft und kann deshalb nicht ins Abwasser entsorgt werden. Zu entsorgende Gebinde werden deshalb als Einzelchemikalie entsorgt.